Elektronische Patientenakte in der Physiotherapie: Chance oder Last?
Die elektronische Patientenakte (ePA) soll die Versorgung verbessern. Was bedeutet das konkret für Physiotherapeuten — und lohnt sich der Aufwand?
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist eines der Kernprojekte der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Sie soll Patientendaten zentral und sektorenübergreifend verfügbar machen. Aber was bedeutet das konkret für Physiotherapeuten?
Was ist die ePA?
Die ePA ist ein zentraler, digitaler Speicher für Gesundheitsdaten. Patienten können dort Befunde, Diagnosen, Medikationspläne und Behandlungsberichte hinterlegen — und ihren Leistungserbringern Zugriff gewähren.
Was bringt die ePA für Physiotherapeuten?
Bessere Informationsgrundlage: Du siehst die Diagnosen, Vorbefunde und Medikation deines Patienten auf einen Blick — ohne Rückfragen beim Arzt.
Therapieberichte einstellen: Perspektivisch kannst du deine Befunde und Berichte direkt in die ePA einstellen. Der Arzt hat sie sofort verfügbar.
Interdisziplinäre Kommunikation: Die ePA ermöglicht einen direkten Informationsfluss zwischen Arzt, Therapeut und ggf. weiteren Leistungserbringern.
Was noch fehlt
Für Physiotherapeuten ist die ePA aktuell noch eingeschränkt nutzbar. Die konkreten Anwendungen (welche Daten eingestellt werden können, welche Zugriffsrechte gelten) werden schrittweise erweitert. Die TI-Anbindung ist Voraussetzung.
Fazit
Die ePA hat das Potenzial, die interdisziplinäre Zusammenarbeit deutlich zu verbessern. Kurzfristig ist der Nutzen für Physiotherapeuten noch begrenzt — mittelfristig wird sie ein wichtiger Baustein der digitalen Versorgung.