Hausbesuch Physiotherapie: Korrekt abrechnen (Privat & Kasse)
Hausbesuche sind ein fester Bestandteil vieler Physio-Praxen. Wir erklären, wie du sie korrekt abrechnest — bei GKV-Patienten und Privatpatienten.
Hausbesuche gehören zum Standardangebot vieler Physiotherapiepraxen. Die Abrechnung ist jedoch komplexer als bei Praxisbehandlungen — es gibt Wegepauschalen, spezifische Positionsnummern und Unterschiede zwischen GKV und Privat.
GKV-Abrechnung bei Hausbesuchen
Der Hausbesuch wird über eine eigene Positionsnummer abgerechnet. Zusätzlich zur Behandlungsleistung kannst du die Wegepauschale abrechnen. Die genauen Vergütungssätze findest du in der aktuellen GKV-Preisliste.
Voraussetzung: Der Arzt muss den Hausbesuch auf der Verordnung angeordnet haben. Ohne ärztliche Anordnung ist eine GKV-Abrechnung nicht möglich.
Privatpatienten-Abrechnung bei Hausbesuchen
Bei Privatpatienten kalkulierst du den Hausbesuchszuschlag selbst. Üblich ist ein Zuschlag auf den regulären Behandlungspreis, der die Fahrtzeit und Fahrtkosten abdeckt. Halte das im Behandlungsvertrag fest.
Fahrtkosten und steuerliche Aspekte
Deine Fahrtkosten zu Hausbesuchen sind Betriebsausgaben und steuerlich absetzbar. Dokumentiere Fahrtstrecke und Anlass sorgfältig — am besten digital.
Praxis-Tipps
- Routenplanung: Lege Hausbesuche geographisch zusammen, um Fahrtzeiten zu minimieren.
- Zeitpuffer: Plane Puffer zwischen Hausbesuchen und Praxisterminen ein.
- Ausstattung: Transportable Behandlungsliege und mobiles Equipment gehören zur Grundausstattung.
Fazit
Hausbesuche sind finanziell attraktiv und erweitern dein Leistungsspektrum. Die korrekte Abrechnung — insbesondere die Wegepauschale — stellt sicher, dass sich der Aufwand auch rechnet.