Abrechnung Physiotherapie lernen: Die wichtigsten Grundlagen
Du bist neu in der Abrechnung? Kein Problem. Wir erklären die wichtigsten Grundlagen: von der Verordnung über die Positionsnummern bis zur Einreichung.
Die Abrechnung in der Physiotherapie ist komplex — aber erlernbar. In der Ausbildung kommt das Thema oft zu kurz. Deshalb hier die wichtigsten Grundlagen, die du kennen musst.
Die Verordnung (Muster 13)
Alles beginnt mit der ärztlichen Verordnung. Sie enthält Diagnose (ICD-10), verordnetes Heilmittel, Behandlungsmenge und -frequenz. Prüfe jede Verordnung auf Vollständigkeit, bevor du mit der Behandlung beginnst.
Positionsnummern verstehen
Jede Leistung hat eine eigene Positionsnummer. Beispiele: KG (Allgemeine Krankengymnastik), MT (Manuelle Therapie), MLD (Manuelle Lymphdrainage). Die Positionsnummern bestimmen den Vergütungssatz.
Fristen beachten
Die Behandlung muss innerhalb einer bestimmten Frist nach Verordnungsdatum beginnen — in der Regel 28 Tage. Verpasst du die Frist, verfällt die Verordnung.
Zuzahlung korrekt handhaben
GKV-Patienten ab 18 Jahren zahlen eine Zuzahlung: 10 % der Behandlungskosten plus 10 € Verordnungsgebühr. Manche Patienten sind befreit — prüfe die Befreiungskarte.
Wo du die Abrechnung lernst
- Berufsverbände (IFK, VPT, Physio Deutschland) bieten Seminare und Webinare an
- Abrechnungszentren (azh, Optica, BFS) bieten Schulungen für ihre Abrechnungssoftware
- Praxissoftware-Schulungen — die meisten Anbieter schulen auch die Abrechnungsfunktionen
- Online-Kurse und Fachliteratur — zunehmend verfügbar
Fazit
Die Abrechnung lernen ist keine Raketenwissenschaft — aber es erfordert Sorgfalt. Investiere frühzeitig in dein Abrechnungswissen und nutze eine Software, die dich bei der Fehlervermeidung unterstützt.